Chinesischer Landerwerb in Afrika

Afrika lebt hauptsächlich von seinen landwirtschaftlichen Flächen. Ein großer Teil der afrikanischen Bevölkerung – vor allem die armen Bevölkerungsschichten – ist von der Landwirtschaft abhängig. Der Sektor hat eine vielversprechende Zukunft mit besseren Gewinnen. Außerdem dient er als Treibstoff für die Industrialisierung mit dem wachsenden Bedarf an landwirtschaftlicher Verarbeitung und Agro-Business. Die große Menge an unbewirtschaftetem Boden in diesem Land ist interessant für viele ausländische Investoren. China ist einer von ihnen.

Warum zeigt China ein immenses Interesse an afrikanischen Ländern?

Nun, China war schon immer ein wichtiger Gläubiger und Handelspartner Afrikas. Der Kontinent macht weniger als 5 % des jährlichen Welthandels von Peking aus. Aufgrund der sich dynamisch verändernden Ernährungsgewohnheiten, der Probleme mit der Ernährungssicherheit, des wachsenden Bedarfs an Nahrungsmitteln und der verstärkten Produktion von Biokraftstoffen und Mineralien hat China derzeit jedoch ein wachsendes Interesse an Afrikas Ackerland. Außerdem besitzt China nur 9 % der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche der Welt. Im Gegensatz dazu verfügt Afrika über 60 % der globalen Anbaufläche. Allerdings fehlt es ihm an geeigneten Technologien, um seine Anbauflächen vollständig zu nutzen. Daher gelingt es Afrika nicht, seinen Agrarsektor aus eigener Kraft zu stärken. Hier hat China die Möglichkeit, mehr Interesse an den afrikanischen Ländern zu zeigen. China ist heute weltweit für seine technologischen Fortschritte bekannt. Um ein größeres landwirtschaftliches Wachstum zu erreichen, erklärt sich die afrikanische Regierung bereit, Chinas fortschrittliche Technologien zu nutzen. So verkauft Afrika sein produktives Land zu einem sehr günstigen Preis an China. All diese Gründe machen China zum größten Abnehmer von Ackerland in Afrika.

Chine immense interest in African lands

Wie viel chinesisches Land wird in Afrika erworben?

Aufgrund der verlockenden Gewinnaussichten in Afrika hat China bereits zahlreiche Landkäufe in diesem Land getätigt. In vielen Berichten heißt es, dass die Landverkäufe in Afrika erheblich zugenommen haben. Es gibt auch einige Gerüchte über Landerwerb, die von den lokalen Nachrichtenbehörden in Afrika verbreitet werden. Einigen gerüchtehaften Medienberichten zufolge gab es mindestens 57 Fälle von angeblichen chinesischen Landkäufen in Afrika. Der angebliche Landerwerb summierte sich auf mindestens 6 Millionen Hektar.
Die Wahrheit ist jedoch eine ganz andere. Nach Angaben von CARI beläuft sich der tatsächliche chinesische Landerwerb auf lediglich 252.901 Hektar, was 4 % der tatsächlich gemeldeten Menge entspricht. Davon entfallen 41 % der insgesamt von China in Afrika erworbenen Flächen auf Kamerun selbst. Es wird hauptsächlich für die Ausweitung von Kautschukplantagen genutzt.

Berichten zufolge gibt es auch viele langfristige chinesische Investitionen in Ackerland in Afrika. Ein Investor legte Palmölplantagen auf 3 Millionen Hektar Ackerland im Kongo an. Ein anderer chinesischer Betrieb pachtete 2 Millionen Hektar in Sambia für die Biokraftstoffproduktion. Außerdem sicherte sich ein unbekanntes chinesisches Unternehmen 10.000 Hektar afrikanisches Land für den Reisanbau.
Darüber hinaus wurden zwischen Afrika und China einige weitere Abkommen über den Erwerb von Land für landwirtschaftliche Betriebe in Simbabwe, Tansania, Sambia und Uganda unterzeichnet. Außerdem sollen etwa 1 Million neue chinesische Landwirte in Afrika sein, um mit den Projekten zu beginnen.

Chinese land is acquired in Africa

Schlussfolgerung

Die chinesische Landnahme in Afrika ist also kein Mythos. Für einen sich entwickelnden Kontinent wie Afrika ist es notwendig, von hochentwickelten Nationen unterstützt zu werden. Gerade die chinesischen Partnerschaften helfen ihm beim größtmöglichen Wachstum seiner Infrastruktur und seines Agrarsektors, was eine Erwähnung wert ist.